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19,5 Stunden Dauereinsatz für das THW-Viernheim

Am Freitag den 17. Februar wurden die Helfer des Technischen Hilfswerks (THW) Viernheim zu einem länger andauernden Einsatz in der Viernheimer Innenstadt alarmiert. Dort drohte eine alte Scheune einzustürzen. Der Dachstuhl musste noch in der Nacht abgetragen werden.

Dass die Helfer des Technischen Hilfswerks nicht nur „mal eben schnell“ helfen, sondern auch, wenn es mal länger dauert, hatte der Einsatz des THW Ortsverbandes Viernheim am 17. Februar bewiesen. 19,5 Stunden waren insgesamt 47 Helfer im Einsatz. In eingeteilten Schichtdiensten arbeitete das THW die gesamte Nacht durch bis zum nächsten Mittag. Unterstützt wurden die ehrenamtlichen Helfer aus Viernheim hierbei von jeweils drei Helfern der THW Ortsverbände Lampertheim und Ober-Ramstadt, zwei Helfern aus Michelstadt und einem Helfer aus Groß-Umstadt. Außerdem waren an dem Einsatz noch die Feuerwehr Viernheim beteiligt, die Polizei vor Ort und die Fa. Weiland. Diese stellte für die Abtragung des Dachstuhls einen geeigneten Kran zur Verfügung.

Nachmittags Teileinsturz einer Scheune

Am Freitagnachmittag ertönte ein lauter Schlag an dem späteren Einsatzort. Eine Giebelwand einer alten Scheune stürzte zu Boden. Die angeforderte Polizei erkannte Handlungsbedarf und alarmierte um 18 Uhr über die Leitstelle die Führungskräfte und den Baufachberater des THW. Nach einer Begutachtung des Gebäudes stand fest, dass der Rest des Daches ebenfalls einstürzen und dabei angrenzende Gebäude beschädigen könnte. Noch in der Nacht sollte deshalb das Dach der Scheune kontrolliert abgetragen werden.
Gegen 20 Uhr erreichte die erste Bergungsgruppe des THW Viernheim den Einsatzort. Von Anfang an war es offensichtlich, dass bei diesem Einsatz mehrere Einsatzkräfte und auch schwereres Material zur Verfügung stehen mussten. Deshalb machte sich zeitgleich in der Unterkunft die zweite Bergungsgruppe bereit. Die zweite Bergungsgruppe besitzt schwerere Geräte als die erste Bergungsgruppe und ist zudem von den Materialien eher auf Kraft und Ausdauer ausgelegt. Die erste Bergungsgruppe hingegen auf Geschwindigkeit. Zusätzlich wurden die zwei Bergungsgruppen von Helfern aus der Fachgruppe Ortung unterstützt.

Bei Einsätzen ist Teamarbeit und koordiniertes Arbeiten wichtig

Um an das Dach zu gelangen wurde die Drehleiter der Feuerwehr benötigt. Mit 14 Helfern arbeitete die Feuerwehr zu Beginn daran aus dem Korb der Drehleiter die Ziegel vom Dach zu werfen. Doch die Reichweite der Drehleiter war zu gering, so dass parallel noch ein großer Kran der Fa. Weiland nachgefordert wurde.
Währenddessen planten die Führungskräfte den weiteren Einsatzverlauf. Bei jedem Einsatz ist es wichtig zügig zu arbeiten, konzentriert voran zu gehen, möglichst wenig Schaden anzurichten und vor allem auch zu bedenken, dass man mit Menschen arbeitet. Viele Helfer haben tagsüber in ihrem regulären Job gearbeitet und sind schon stundenlang auf den Beinen. Da ein genaues Ende des Einsatzes spätestens am nächsten Morgen erwartet wurde, war es wichtig Arbeitsschichten einzuteilen. Nach spätestens acht Stunden Arbeit sollte die Schicht ausgewechselt werden. Genauso ist es wichtig die Helfer mit Getränken und bei länger andauernden Arbeiten mit Essen zu versorgen. Obwohl vieles gleichzeitig, schnell, parallel und manchmal sogar innerhalb von Minuten organisiert werden muss, darf dennoch keine Hektik ausbrechen. Eine gute Organisation und Kommunikation sind hierbei unerlässlich. Jeder muss genau wissen, was er zu tun hat.

Baukran der Fa. Weiland erleichtert das Arbeiten

Nachdem kurz nach Mitternacht der Baukran am Einsatzort angekommen und aufgebaut ist, kann auch die Rückseite des Dachstuhls von Ziegeln befreit werden. Gegen drei Uhr in der Nacht sind die Dachlatten und das Gebälk so weit freigelegt, dass begonnen werden kann das Holz mit Motorsägen zu zersägen. Eine Stunde später werden die Arbeitsschichten getauscht. Die Helfer der Nachtschicht werden durch die Frühschicht ausgelöst. Diese führt die angefangenen Arbeiten weiter. Ende des Einsatzes ist 13.30 Uhr des darauffolgenden Tages.

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